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Das Publikum genoss die albanische Gastfreundschaft. Bilder: Walter Baumann

Am vergangenen Samstag fand im Restaurant Park in Flawil das albanische Fest statt. Die Wirtefamilie Qashif und Hanife Ismaili hatte dazu eingeladen.



Flawil. Die Tische auf der Parkstrasse waren am vergangenen Samstag voll besetzt. Auf dem Programm standen albanisches Essen, albanischer Wein, albanische Musik und albanische Tänze. Ein begeistertes Publikum genoss diesen Abend der Unbeschwertheit und der Gastfreundschaft mit kulturellen Darbietungen bis tief in die Nacht. Die Familie Ismaili, das Team und die in den Ferien weilenden Familienangehörigen bedienten und kochten in Trachten. Durch den Abend führte auf seine spezielle Weise vorwiegend mit Gedichten der erste Kulturpreisträger Flawils, Rolf Bollinger.

Chef im Spital

Überschattet war der Abend von der notfallmässigen Abwesenheit des Wirtes Qashif Ismaili, der im Spital Flawil wegen grosser Rückenschmerzen buchstäblich «festgehalten» wurde. Dabei hat er sich doch seit vielen Wochen auf diesen, genau diesen Abend so sehr gefreut. Er wird den Abend aber doch noch mit einer DVD, die der Präsident des Vereins «Night-Music», Urs C. Eigenmann, extra dafür aufgenommen und bearbeitet hat, ein bisschen miterleben können. Und er wird hören, wie alle mit einem riesigen Applaus die besten Wünsche zur Genesung unterstützt haben.

Der Verein «Night-Music» hat die PA-Anlage, die Scheinwerfer und das neu angeschaffte Schlagzeug zur Verfügung gestellt, darf er doch kostenfrei den Kulturkeller des Restaurants benützen und gestalten. «Der Abend hat gezeigt, wie wunderbar doch Menschen verschiedenster Nationalitäten und verschiedenster Gesellschaftsschichten miteinander leben und geniessen können», freute sich Urs C. Eigenmann. Dies sei Integration in höchster Vollendung – nicht nur an diesem einen Abend, sondern seit die Familie Ismaili das Restaurant Park übernommen habe. Dies auch wenn der Anfang für die neuen Pächter nicht unter den besten Vorzeichen stand. «Sie wissen doch, welche <Hypothek> dieses Restaurant in sich birgt», meinte die Gemeinde, als sich das Wirtepaar für die Pacht des Restaurants interessierte. «Nein, und das ist mir egal», meinte Qashif Ismaili. «Ich will ja etwas Neues machen. Da habe ich keine Angst.» Wie in einer Familie



«Ich fühle mich, wie in einer Familie», meinte ein Gast am albanischen Fest. Wahrlich, es war ein wunderbares, friedliches Fest mit auch einigen sehr jungen Menschen. Zur Nachahmung empfohlen. (uce.)