Das Nachtcafé-Team Werner Angst, Susanne Brefin, Helga Giger und Christof Hotz freuen isch auf das Nachtcafé im neuen Jahr. (Bild: meg.)
Das Nachtcafé-Team hat ein neues Programm zusammengestellt. Tiefgründige Themen wie Sterbehilfe, Freundschaft und Selbsterkenntnis prägen das Nachtcafé im neuen Jahr und sollen kontroverse Diskussionen auslösen.
MELANIE GRAF
FLAWIL. Das Nachtcafé ist eine kleine Erfolgsgeschichte. Was vor 19 Jahren im damaligen Einkaufszentrum Feld begann, findet noch heute im Kulturkeller im Park grossen Anklang. Das Rezept für diesen Erfolg ist selbst erklärend: Das Dargebotene hebt sich ab von Klamauk, Komödien und Geschwafel. Es geht um ernstere Themen, die in die Tiefe gehen und berühren.
Helga S. Giger hat vor 19 Jahren das Nachtcafé mit einer Freundin ins Leben gerufen und kann auf ein grosses Netzwerk zurückgreifen. Heute stehen ihr Susanne Brefin, Werner Angst und Christoph Hotz zur Seite. Das Team ist kein Verein und schätzt seine Unabhängigkeit. Kaum eine bekannte Persönlichkeit, die ins Nachtcafé eingeladen wird, gibt dem Team einen Korb.Schatzsuche in Rorschach
Für das neue Jahr konnte das Nachtcafé-Team wiederum bekannte Personen gewinnen. «Personen, die sich mit Leidenschaft mit ihren Themen beschäftigen», sagt Susanne Brefin. Den Anfang der neuen Saison macht am 18. Januar Barbara Camenzind, Schatzsucherin in Rorschach. Sie berichtet im Nachtcafé von ihren wertvollen Schätzen, Geschichten, Ideen, Träumen und Alltagswirklichkeiten.
Über Sterbehilfe philosophiert der Gossauer Arzt Paul Bischof am 21. März. Das Töten anderer Menschen aus eigennützigen Gründen gilt als verwerflich, wie ist es aber beim Thema «Sterbehilfe»? Was ist moralisch erlaubt oder gar verboten? Über diese Fragen hat der Arzt nachgedacht und versucht, sie zu beantworten.
Literarisch und musikalisch geht es am 9. Mai weiter. Unter dem Titel «Der Koch, das Gift, die Lust und der Hunger» geben die Schauspielerin Dorrit Kogler und die Musiker Diethard Kopf und Susanne Scheier Einblick in eine kuriose Rezeptwelt. Umrahmt werden die gespielten Texte mit swingender Gitarrenmusik im Stil des Bossa Nova.Freundschaft und Beratung
Über Freundschaft referiert am 12. September Philipp Johner, der darüber ein Buch verfasst hat. Der ausgebildete Psychologe und Coach von Führungspersonen wird im Nachtcafé seine ungewöhnlichen Ansichten erläutern und mit seinen präzisen Aussagen aufrütteln und anregen. Mit der 78jährigen Irene Bouillon schliesst das Nachtcafé am 7. November seine Saison. Irene Bouillon ist Psychotherapeutin und Ausbildnerin in personenzentrierter Beratung. Mit ihrer Methode zeigt sie auf, wie man seinen Körper selbst wahrnimmt, wie und warum man auf seine Zeichen achten soll. Die 78jährige hat in ihrem Alter noch ein philosophisch-theologisches Studium abgeschlossen, was beim Nachtcafé-Team viel Eindruck hinterliess. Das Nachtcafé-Team freut sich auf das neue Jahr. «Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche und auf die spannenden Themen und freuen uns auch, mit den Themen Kontroversen auslösen zu können», sagt Helga S. Giger.
Das Nachtcafé findet im Kulturkeller im Park statt. Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Telefonische Auskunft erteilt Helga S. Giger unter der Nummer 071 393 68 58 oder per E-Mail an hsgiger@bluewin.ch.